Tempelhof Diskoord
Lore-Snippet: Die drei Tage ohne Diskoord
Die Bedeutung der Werft wurde während der sogenannten Drei Tage ohne Diskoord sichtbar. Nach einem Brand in einem Treibstofflager mussten sämtliche Werkhallen evakuiert werden. Aus Sicherheitsgründen wurden auch die Kräne, Pumpen und Trockendocks abgeschaltet.
Bereits am ersten Tag sammelten sich beschädigte Transportboote vor Tempelhof. Am zweiten Tag fehlten in mehreren Nachbarschaftskantinen frische Lieferungen, weil zwei Kühlkähne nicht auslaufen konnten. Am dritten Tag stellte EVERYTHING einen Teil seines Marktbetriebs ein, da zu viele Schuten auf Reparatur warteten.
Als die Werft wieder öffnete, lagen mehr als hundert Aufträge vor. Seitdem gilt der Satz:
„NeuBerlin schwimmt. Tempelhof hält es dicht.“
Die Drei Tage führten außerdem zur Gründung mehrerer kleiner Bezirkswerkstätten. Komplexe Reparaturen, Motorrevisionen und Rumpfumbauten blieben jedoch weiterhin Sache des Diskoords.
Lore-Snippet: funky.blend und die Lagerhallen
funky.blend übernahm die Verwaltung der Treibstofflager ursprünglich nur vorübergehend, nachdem zwei Lagermeister gleichzeitig verschwunden waren. Einer tauchte später auf einem Hausboot in Spandau wieder auf. Der andere bestand darauf, nie Lagermeister gewesen zu sein.
Sie führte ein offenes Bestandsbuch ein, in dem jeder Zugang, jede Entnahme und jede Verunreinigung dokumentiert wurde. Weil das alte digitale Inventarsystem regelmäßig falsche Mengen meldete, kombinierte sie mechanische Füllstandsanzeigen, handschriftliche Tafeln und einfache lokale Sensoren.
Jede Halle erhielt eine eigene Farbe und einen eigenen Geruchscode. Biodiesel wurde grün markiert, Methanol blau, synthetischer Kraftstoff weiß und alles, dessen Herkunft unklar war, mit einem schwarzen Kreis.
Der schwarze Kreis bedeutete offiziell „Analyse ausstehend“. Im Sprachgebrauch hieß er:
„Nicht trinken, Spasti.“
Lore-Snippet: Die erste schwimmende Operation
Eine der bekanntesten Reparaturen des Diskoords betraf den Kantinenkahn Bertha, dessen Propellerwelle mitten im Winter brach. Wegen der starken Vereisung konnte das Schiff nicht bis Tempelhof geschleppt werden.
funky.blend ließ daraufhin eine mobile Werkstatt aus drei Pontons zusammenbauen. Die Pontons wurden um den Kahn gelegt, miteinander verspannt und teilweise geflutet. Dadurch entstand ein provisorisches Schwimmdock, in dem das Heck der Bertha angehoben werden konnte.
Die Reparatur dauerte neunzehn Stunden. Die Kantine blieb währenddessen geöffnet und versorgte die Techniker mit Suppe. In späteren Darstellungen wird die Operation gern als Musterbeispiel NeuBerliner Kooperation beschrieben.
Die Besatzung der Bertha fasste sie nüchterner zusammen:
„Die haben unser Schiff auseinandergebaut, während wir noch drin gekocht haben.“
Lore-Snippet: Die offene Werkbank
Das Diskoord folgt dem Prinzip der offenen Werkbank. Reparaturpläne, Umbauten und neue Konstruktionen werden grundsätzlich öffentlich dokumentiert. Wer eine Verbesserung entwickelt, darf sie benennen, aber nicht exklusiv kontrollieren.
An jedem fertiggestellten Bauteil befindet sich eine kleine Plakette mit der Entwicklungsgeschichte:
Rudergetriebe THF-19
Entwurf: [[funky (dot) blend|Funky]]
Verbessert: Mina, Moabit
Abgedichtet: Ali, Neukölln
Fluch überarbeitet: Werkhalle 4Der letzte Eintrag bezeichnet keine technische Änderung. Er ist dennoch auf fast allen Bauteilen vorhanden.
Diese Praxis führte dazu, dass viele Boote NeuBerlins aus Generationen kleiner Modifikationen bestehen. Manche Schiffe besitzen keine eindeutig bestimmbare Ursprungskonstruktion mehr. Sie gelten als gewachsene Fahrzeuge.
Lore-Snippet: Der Funkturm
Der Funkturm ist der ruhigste Ort des Diskoords. Während unten geschweißt, gehämmert und geflucht wird, befindet sich oben das zentrale Labor von Open Wing. Es besteht aus einem Kartentisch, mehreren Nachrichtenregistern, Wetterinstrumenten und den Zugängen zu den Taubenschlägen.
Ciao von Bella bestand darauf, dass das Labor nicht größer wurde als nötig. Ihre Begründung lautete:
„Sobald ein Nachrichtendienst zu viel Platz hat, fängt er an, sich selbst für die Nachricht zu halten.“
Von dort aus werden Flugrouten aktualisiert, Störungen gemeldet und Transportanfragen an die passenden Bootsverbände weitergegeben. Dadurch sind Funkturm und Werft eng miteinander verbunden: Open Wing teilt mit, was gebraucht wird, während das Diskoord dafür sorgt, dass ein funktionsfähiges Schiff es transportieren kann.
Lore-Snippet: Der erste offene Reparaturtag
Der Offene Reparaturtag entstand nach einer besonders schweren Sturmsaison. Die Wartelisten des Diskoords waren so lang, dass die Stammbesatzung beschloss, sämtliche Eigentümer beschädigter Boote zur Mitarbeit zu verpflichten.
Wer sein Boot repariert haben wollte, musste selbst schleifen, pumpen, tragen oder wenigstens kochen. Die Aktion war erfolgreich und wurde anschließend zur Tradition. Einmal im Monat öffnen sämtliche Hallen ihre Werkbänke für NeuBerlin.
Am Eingang hängt bis heute ein Schild:
„Keine Vorkenntnisse nötig. Selbstüberschätzung vorhanden.“
Der Tag dient nicht nur der Reparatur, sondern auch der Ausbildung. Viele spätere Techniker lernten dort zum ersten Mal, wie Pumpen, Propeller, Elektromotoren und Rumpfverbände funktionieren.
funky.blend
Lore-Snippet: Die erste FLITZA
Die erste Version von FLITZA entstand nicht für ein Rennen, sondern für eine Wette. Ein Tempelhofer Bootsbauer behauptete, ein Fahrzeug mit motorradähnlicher Steuerung könne auf Wasser nicht stabil funktionieren. funky verschwand drei Wochen lang in einer Werkhalle und kehrte mit einem unfertigen Rumpf, zwei überhitzten Motoren und einem Modell zurück, das beim ersten Test beinahe durch das Hallentor fuhr.
Der Prototyp gewann sein erstes Rennen, verlor dabei jedoch die linke Stabilisatorflosse und einen Teil des Sitzes. funky wertete den Versuch als Erfolg.
Im Logbuch steht:
FLITZA v0.8
Lenkung: hervorragend
Beschleunigung: unanständig
Sitz: optional
Wasserlage: Kann mich nicht erinnernLore-Snippet: Die Kanonierin
funky wurde Kanonierin der INFINITY, nachdem sie während eines Überfalls ein blockiertes Geschütz reparierte, neu ausrichtete und abfeuerte, bevor der damalige Schütze seine Fehlermeldung vollständig ausgesprochen hatte. Der Schuss traf nicht das angreifende Boot, sondern dessen Schleppleine. Dadurch löste sich die gesamte gestohlene Ladung und trieb zurück zur INFINITY.
Auf die Frage, ob dies beabsichtigt gewesen sei, antwortete sie:
„Selbstverständlich. Alles andere wär ja peinlich.“
Der ehemalige Kanonier wechselte anschließend freiwillig in die Küche.
Lore-Snippet: Das schönste hässliche Schiff
Innerhalb des Diskoords ist funky für ein jährliches Ritual bekannt. Beim Offenen Reparaturtag wählt sie das schönste hässliche Schiff aus: ein Boot, das technisch improvisiert, ästhetisch fragwürdig und dennoch bemerkenswert funktional ist.
Die Auszeichnung besteht aus einer kleinen metallenen Haiflosse, die an den Rumpf geschraubt wird. Sie gilt unter NeuBerliner Bootsbauern als größere Ehre als manche offizielle Werftplakette.
funkys Laudatio fällt gewöhnlich knapp aus:
„Sieht furchtbar aus. Würd ick sofort fahren.“
Gemeinsame Szenen mit Fibo
Mögliche gemeinsame Szenen
Das Rennen
Die beschädigte INFINITY
Nach einem Angriff müssen beide gemeinsam eine tragende Sektion der INFINITY stabilisieren. Fibo berechnet die Belastung, funky entscheidet, welche Teile des Schiffes geopfert werden können. Zum ersten Mal streiten sie nicht darüber, wer recht hat, sondern darüber, wer das größere Risiko übernimmt.
Die Blender-Datei
Fibo findet in funkys Modellbibliothek eine unvollendete Konstruktion, die auffällig viele seiner eigenen Designprinzipien übernimmt. Der Dateiname lautet
nicht_Fibo.blend.
Das schlechte Kompliment
funky betrachtet eine von Fibo gebaute Maschine lange und sagt schließlich: „Kannste lassen.“ Fibo ist tagelang ungewöhnlich guter Laune.