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Abstract
Das Tempelhofer Diskoord die größte freie Werft NeuBerlins. In den ehemaligen Flughafenhallen werden Boote gebaut, repariert, umgerüstet und notdürftig wieder schwimmfähig gemacht. Die alten Rollfelder liegen größtenteils unter Wasser und bilden heute den Tempelhofer See, der als Schiffspark genutzt wird.
Im ehemaligen Funkturm befindet sich die Schaltzentrale von Open Wings.
Der Tempelhofer See
Der Tempelhofer See entstand, als die tieferliegenden Bereiche des ehemaligen Flugfeldes dauerhaft überflutet wurden. Die langen, geraden Achsen der Start- und Landebahnen bilden Schiffskorridore. Dadurch eignet sich der See hervorragend für Bootsrennen, Belastungstests und öffentliche Veranstaltungen.
Die ehemaligen Hangars öffnen sich direkt zum Wasser. Boote können auf schwimmenden Plattformen in die Hallen gezogen, dort angehoben und anschließend über Schienensysteme zwischen Werkstätten verschoben werden. Die Architektur des Flughafens, ursprünglich für Flugzeuge ausgelegt, erwies sich als erstaunlich brauchbar für die neue maritime Infrastruktur von NeuBerlin.
Funky über das Diskoord
„Früher sind hier Maschinen abgehoben. Heute hoffen wir, dass sie nicht absaufen.“
Veranstaltungen auf dem Tempelhofer See

Die Regatta des Diskoords ist ein beliebtes Rennen, bei dem nach wie vor Funky die unangefochtene Siegerin zahlreichere Austragungen ist.
Die Veranstaltung entstand ursprünglich als Koordinationsübung für Notfälle. Heute wird sie ausgetragen wie die olympischen Mini-Spiele. Die Schiffsführer halten das Spektakel weiterhin für eine seriöse Ausbildungsmaßnahme.
Der Charakter des Ortes
Das Diskoord sollte nicht aussehen wie eine saubere futuristische Werft. Es ist ein gewachsener Organismus aus historischer Flughafenarchitektur, schwimmenden Plattformen und unzähligen Erweiterungen. Über den alten Rolltoren stehen noch Nummern für Flugzeugpositionen, obwohl dahinter längst Boote aufgebockt sind. Krananlagen bewegen Schiffsrümpfe durch Hallen, in denen früher Passagiere abgefertigt wurden. Alte Gepäckbänder transportieren heute Propeller, Dichtungen und Werkzeugkisten.
Der Ort ist laut, offen und gesellschaftlich durchmischt. Kapitäne warten neben Lehrlingen, Open Wings-Pfleger steigen mit Taubenkäfigen zwischen Treibstofffässern hindurch, und während auf dem See ein Rennen stattfindet, wird im Hintergrund bereits das nächste havarierte Versorgungsboot hereingeschleppt.
„Eine Werft ist ein Krankenhaus, nur dass die Patienten größer sind und weniger jammern. Meistens.“
So erhält das Diskoord eine klare Rolle innerhalb NeuBerlins: Es ist die mechanische Herzkammer der Wasserstadt. Open Wings sitzt in seinem Turm, EVERYTHING liefert Material, und auf den Hellingen wird täglich verhindert, dass NeuBerlin langsam auseinanderfällt.